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...wie es dazu kam

Ich bin in Brasilien geboren und aufgewachsen. In einem Land, in dem Tanz ein alltäglicher Bestandteil des Lebens ist. Ständig läuft das Radio in jedem Haushalt. Es wird fleißig mitgesungen und oft, mitten in der Arbeit, machen sich die Füße selbstständig und der Körper kann nicht anderes als mitzuschwingen. Als ich 9 Jahre alt war, wurde ich, vor meiner Haustür, von einem Auto überfahren. Ich hätte um Haaresbreite mein linkes Bein verloren. Als lebendiges Kind für Monate ans Bett gefesselt, war es mir plötzlich bewusst, wie schön es ist, wenn man sich bewegen kann. Ich entdeckte, dass dieser Zustand, nicht selbstverständlich ist. Danach konnte ich keine 3 Schritte tun, ohne dass eine Drehung, ein Hüpfer oder irgendein Getrippel dazwischen kam. Meine Freude an der Bewegung war nicht mehr zu bremsen. Meine Eltern fanden es ganz nett, ständig ein so fröhliches Kind im Haus hüpfen zu haben, aber langsam machten sie sich Sorgen, ob mit mir wohl alles in Ordnung sei. Daraufhin haben sie eine Entscheidung getroffen, für die ich Ihnen mein Leben lang dankbar bin: Sie meldeten mich in einer Sambaschule an! Natürlich wurde es mit dem herumhüpfen nicht besser, aber mein strahlendes Gesicht nach jeder Probe, bestätigte meinen Eltern die Richtigkeit ihrer Entscheidung.
In dieser Atmosphäre habe ich meine erste Vision entworfen: Ich möchte Tänzerin werden! Das, was spielerisch anfing, wurde zu meiner Lebensquelle. Ich habe dann, mit 13 Jahren, drei Ausbildungen gleichzeitig angefangen: Afro, Modern Dance und Jazz. Vormittags in die Schule, Nachmittags ins Tanzstudio, Abends in Seminare für die Entwicklung der übersinnlichen Fähigkeiten: Telepathie, Heilung durch Handauflegung, Energetisierung von Wasser und Pflanzen u.s.w. Es war für mich sehr schwierig, in dieser Zeit meinen Schulpflichten nachzugehen. Ich war im Tanzrausch.

Die Tatsache, dass meine Noten katastrophal waren, beeindruckte mich überhaupt nicht. Was waren denn schon schlechte Noten im Vergleich zu diesem Gefühl nach einem Tanzunterricht : überglücklich, verschwitzt, leicht und voller Energie zu sein.
Hinzu kam, dass ich großen Respekt hatte vor dem Stock, mit dem mein Jazzlehrer unsere Haltung zu korrigieren pflegte.
Mehrere Tanzgruppen entstanden in dieser Zeit für die ich die Choreographien aufgebaut habe und auch die Organisation für verschiedene Tanzveranstaltungen übernommen habe. Meine Vision wurde Realität.

1986 kam ich für 6 Monate nach Deutschland. Aus den 6 Monaten sind es mittlerweile 17 Jahre geworden. In den ersten Jahren versuchte ich meine Schwierigkeiten mit der Deutschen Sprache zu überwinden. Ja nicht nuscheln, "Kreisverwaltungsreferat" sagen ohne zu hyperventilieren, keine Vokaländerung einbauen, wo keine sind, wie, z. B. in dem Wort "Auftritt". Original brasilianische Aussprache: "Auftritschi". Stundenlang ös und üs üben. Ich übte nämlich so, dass ich versuchte, die richtige Aussprache der Buchstaben O und E genau hinzukriegen und dann die Verbindung, aus der das Ö und Ü entsteht. Es klingt dann ungefähr so: oooo....eeee.....öööööö.....

Parallel dazu das "Studium des Deutschen Denkens". Um in Deutschland Unterrichten zu können, musste ich nämlich lernen, wie die Deutschen denken. Damit ich vermitteln konnte was ich dachte. Was so einfach klingt, kann zu ziemlichen Missverständnissen in einem Tanzunterricht führen.
Nachdem ich ein paar Jahre als Tänzerin und Tanzpädagogin tätig war, nach zahlreichen Auftritten in Deutschland und im Ausland und mittlerweile Mutter, spürte ich den Drang, nach mehr Wissen über den Menschen, den Körper, die Psyche und deren Zusammenhang.
Irgendwas sagte mir, dass noch viele spannende Geheimnisse darauf warten, entdeckt zu werden.
Ich machte mich auf den Weg und die Reise begann aufs Neue:
Seit 1993 Leiterin in der Ausbildung "Projekt Rhythmus Tanzen und Trommeln "
1995 "Projekt Rhythmus" - Performance zur Eröffnung des Stadttheaters Landsberg
1996 Fortbildung in Chakra - Harmonisierung, Aura lesen und Heilung durch Energie Übertragung,
Geburt meines 2. Kindes
1997 Vierjährige Ausbildung in Körperpsychotherapie: Die von Dr. John Pierrakos entwickelte Core-Energetik Methode,
2 Jährig Fortbildung in Medialer Lebensberatung
1998 "Tanz der Trommeln" Duo Performance mit Thomas Ach
2000 Internationales Festival de Danca Contemporanea in San Luis Potosí / Mexico,
"Pleasure Dance Night" mit Thomas Ach, Martin Seeliger, Angelika Vizedum, Thomas Stötzer, Borel de Souza
2001 Ausbildung in Sport- und Fussreflexzonen-Massage,
Leitung der Proben von "Afoxé Loni" in München für den Auftritt beim Carneval der Culturen in Berlin,
"Rebento"Performance mit Thomas Ach und Studenten des Projekt Rhythmus
2004 Mitwirkende in der Candomble-Performance "O encontro dos Orixás" mit Dudu Tucci und Murah Soares

Dazwischen zahlreiche Fortbildungen in afro-brasilianischem Tanz, Tänze der Orixás (Afro-brasilianische Gottheiten) und in den oben erwähnten Bereichen.
Ich möchte mich bei Allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Ganz besonderes bei meinen Eltern, bei Thomas, bei den zahlreichen Lehrern und nicht zuletzt bei meinen Kindern Djamila und Morina.
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